3.1-S-California
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LA, Joshua Tree NP, San Diego und in der Sierra Nevada

Bei den Promis und Schickis in LA

Über Malibu erreichten wir schließlich die Super-Mega-Metropole LA. Gleich vorweg: Kein Platz zum Leben für uns - Julia Roberts und Richard Gere hin oder her - , ein gesichtloser Großstadtmoloch aus zahlreichen Teil-Städten ohne echte Sehenswürdigkeiten, von ein paar Ausnahmen mal abgesehen. Wir waren eine Zeit lang schwer damit beschäftigt unsere beiden Freundinnen, Waltraud und Edith, die sich auf einem gegenläufigem  Worldtrip befinden, in LA aufzutreiben. Ausgerechnet in diesem Moment riss die E-Mail-Verbindung ab. Umso größer jedoch war dann die Wiedersehensfreude. 

LA mussten wir leider ein paar mal durchkreuzen, aber irgendwie fanden wir trotz 12-spuriger-Highways immer unser Ziel. 

Beeindruckt hat uns der vom Film bekannte Mullholland-Drive, eine schmale Straße hoch über den Stadtteilen Hollywood und Beverly Hills. 

Hier sieht man den Smog und einen der bis zu 50 km langen Boulevards!

In Beverly Hills gab es die Wohnviertel der Reichen zu bewundern, alle Baustile sind dort vertreten, Hauptsache groß und teuer. 

Der vielgerühmte Venice-Beach hingegen wirkte ziemlich heruntergekommen, außerdem herrschte mal wieder Küstennebel, der das letzte Beach-Feeling zu Nichte machte. 

Ein Highlight war zweifellos der Besuch bei der Queen, nicht Elisabeth sondern Mary, die in Long Beach seit gut 30 Jahren vor Anker liegt. 

Sehr genossen wir das Vorkriegs-Ambiente und die Aussicht vom Deck auf das abendliche Long Beach. 

Vor der Queen liegt ein russisches Unterseeboot, das wir natürlich auch inspizierten "kaneschna i karascho"!

 

San Diego oder beinahe Mexiko

San Diego ist im Gegensatz zu LA eine liebenswerte Großstadt mit viel Lateinamerika-Flair.  Fast hätten wir die letzte Ausfahrt vor Mexiko verpasst, die riesige Mexikanische Flagge winkte uns schon einladend herbei, doch wir kratzten noch mal die Kurve und blieben in USA - bis November zumindest.

Nach 3 Nächten im Zelt freuten sich die "Girls" aufs Logieren in dieser Cabin.

Vom tollen KOA-Campground brachen wir mit Waltraud und Edith zu Stadterkundungen auf. Zunächst zog es uns auf die Halbinsel Coronado, an deren Ende sich das fabelhafte "Hotel del Coronado" befindet, bekannt als Filmkulisse für den Streifen "Manche mögen's heiß". Auf der herrlichen Veranda ließ sich ein Gläschen Sekt gut genießen.

Über eine gigantische Brücke, die die Durchfahrt für die US-Pazifik-Flotte ermöglicht,  ging es dann an die saubere  Hafenpromenade mit dem Gebäude der Bezirksverwaltung, 

wo wir den pittoresken Dreimaster "Star of India" bewunderten und außerdem gerade ein kolumbianisches Schulschiff vor Anker gegangen war. 

 

 Zur Freude der Traveller wurde am Hafen auch neue Touristenmeile gebaut, genannt Seaport-Village, die uns eigentlich besser als das Gegenstück in San Francisco gefiel. 

Des  Abends suchten wir zunächst die Altstadt San Diegos heim, eine Mischung aus historischen Gebäuden und mehr oder weniger originellen Geschäften und Restaurants. Danach zog es uns ins ominöse "Gaslamp-Quarter", wo wir in der Spaghetti-Factory, einer originell umgebauten Fabrik, unseren Abendtrunk einnahmen. 

 Heim ging es dann per Öffentlichem Verkehrsmittel: Die Trolley-Line brachte uns sicher in unseren Vorort Chula Vista. Zu fürchten gab es in San Diego nichts, selbst spät abends wirkt die Atmosphäre hier südländisch gelassen. 

 

Ab in die Wüste ...

 

Das Hauptziel unseres Wochentrips mit den beiden Mädels hieß Joshua Tree Nationalpark, in der Mojave Wüste. 

Groß waren unsere Erwartungen und wir wurden sogar übertroffent! Einfach fantastisch bei den Riesenfelsen und Joshua Trees zu campieren. Joshua Trees sind verwandte der Yucca-Palmen.Wir mussten genügend Wasser für den Trip mitnehmen, der Park war staubtrocken und 4 Leute wollten duschen! 

Unvergesslich sind die Sonnenunter- und Sonnenaufgänge sowie die abendlichen Campfires, von Gerti bestens angeheizt. 

Im Wüstenland gibt es natürlich auch Kakteen zu bestaunen, hier besonders die  Ocotillos, die oft ganze "Wälder" bildeten  und die Opuntien, auch Teddy-Bär-Kaktus genannt.

Manche Gesteinsformationen ließen der Fantasie freien Lauf ...

Wir unternahmen auch einen Trip nach Hotsprings, einem der heißesten Orte der USA, wir hatten zu Mittag 42 °C zu ertragen. Zum Glück wurde dort in den Restaurants Wasser von Dächern zur Abkühlung versprüht.

Vom Joshua-Tree-Nationalpark fuhren wir durch die Anza-Borrego-Wüste, die wieder fantastische Landschaft mit Unmengen von Kakteen zu bieten hatte. 

Am Foto kann man Opuntien, Ocotillos und Barrel-Kakteen erkennen

In der kurzen Woche hatten wir großartige Momente mit unseren Reisefreunden erlebt, schwer fiel deshalb der Abschied ...

Wer uns vier kennt, kann hier eine kleine Diashow vom Trip abrufen.

 

Rauf in die Berge der Sierra Nevada mit den großartigen Nationalparks Sequoia und Yosemite

 

Erste Destination in der Sierra Nevada war der Sequoia Nationalpark. Wie der Name schon sagt, Heimat der wunderbaren Mammutbäume (lat. Sequoia giganteum), die in enger Verwandschaft zu den Küsten-Redwoods stehen. Unterschied: Die Mammutbäume sind nicht ganz so hoch (bis ca. 80 m), dafür ist der Stamm aber dicker (bis ca. 12 m Durchmesser). Außerdem haben sie schuppige Nadeln, ähnlich den Zedern.

Die größten 3 Sequoias wurden nach den Bürgerkriegsgenerälen Sherman, Grant und Lee benannt.  Der Sherman-Tree ist das größte Lebewesen der Welt, sein jährlicher Holzzuwachs entspricht dem Holz einer 40 m hohen Tanne. Sequoias werden bis zu 3000 Jahre alt. Der Sherman-Tree wird auf 2700 Jahre geschätzt. 

Nur wenige Sequoia-Haine haben die Motorsägen in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts überlebt, in meist schwer zugänglichen Gegenden, wie eben dem Sequoia Nationalpark. 

Bei der Ankunft wurden wir von den Rangern über die herrschende Bären-Problematik belehrt, jeden Tag "besuchen" Schwarzbären die Campgrounds auf der Suche nach Essbarem. Dabei machen sie nicht einmal vor versperrten Kofferräumen der Autos halt! Man muss folglich alle Nahrung in speziellen, bärensicheren Schränken verwahren. Wir befolgten die Anweisung nur zum Teil und vertrauten darauf, dass Bären ebenso gut wie Nahrung auch Menschen wittern, die in einem Wohnmobil schlafen.  In der zweiten Nachten wurden wir von Autogehupe geweckt, wahrscheinlich versuchte irgendein Camper auf diese Art einen lästigen Bären zu vertreiben.

Am nächsten Tag sahen wir auch unseren ersten Schwarzbären, in einiger Distanz von der Straße trollte er gemächlich durch einen Beerenschlag.

 Das Foto mit der Digi-Cam lässt ihn nahezu winzig erscheinen, aber mit dem Tele der "richtigen" Kamera wird er bei der Diashow wohl groß rauskommen.

 

Es liegen auch viele umgestürzte Sequoias in den Wäldern herum, manche sind hohl, man kann sie durchwandern, in einen anderen wurde ein befahrbares Tor geschnitten. 

      

Vom Sequoia NP sind es ca. 120 Meilen bis zum Eingang des Yosemite Nationalparks. Der berühmteste Nationalpark Kaliforniens birgt das famose Yosemite Tal, mit seinen von Gletschern geformten Felswänden.

Wir betrieben beinahe Blasphemie, indem wir das Yosemite-Tal mit dem Bluntautal bei Golling verglichen. Aber wirklich, der ebene Talboden mit dem Fluss, umzingelt von gewaltigen Felswänden, das ganze zehn mal so groß ...

Bei der Einfahrt zum Campground trauten wir unseren Augen nicht, als wir "Campground full" lasen. Ende September sollte die Überfüllung laut Reiseführer längst der Vergangenheit angehören. Zum Glück  hatte das Reservierungsbüro dann doch noch ein Platzerl für uns zu vergeben!

Die Bären ließen uns in Ruhe, aber ein Silberfuchs stattete einen Besuch ab.

 Eigentlich war es kein Wunder, dass die Campgrounds noch so gut besucht waren: Es herrschten höchst angenehme 27 ° C untertags und die Frühtemperartur war mit 13 ° C auch erträglich. Normalerweise muss man um diese Zeit schon mit Nachtfrost rechnen.

Bei Sonnenuntergang erstrahlen Halfdome und Northdome im schönsten Abendlicht. 

Am nächsten Morgen fuhren wir auf den 1000 m höheren Glacier Point und genossen die fabelhafte Aussicht auf das tiefeingeschnittene Valley mit dem mäandernden Merced River zwischen El Capitan, Halfdome und den Wasserfällen. 

 Die steilen Felswände des El Capitan sind  Ziele von Hundertschaften der Welt-Kletterelite.

Als Ausgang vom Yosemite NP benutzen wir den 3000 m hohen Tioga-Pass, der uns über eine spektakuläre Straße zum Monolake führte, dem größten Kratersee der Welt. Berühmt ist dieser See für seine Tuffsteine-Gebilde, die uns jedoch nicht sehr faszinierten. 

Nach gut 6 Wochen California-Visite gilt es allmählich Abschied zu nehmen von diesem grandiosen Land.

Als letztes  Ziel steht hier das "Death Valley" auf dem Programm. Aber das ist eine andere Geschichte ....

 

 

 

 

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Der General Grant Tree, mit 12 m Stammdurchmesser Weltmeister!

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Stand: 14.02.2007