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Diego Rivera (1886 - 1957), der hervorragendste unter den drei großen mexikanischen Malern, widmete sein Werk der Revolution und der mexikanischen Geschichte auf riesigen "Murales" (Wandbildern), die der mexikanischen Malerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu internationalem Ruhm verhalfen. Rivera ging nach ersten Studienjahren in Mexiko-City nach Paris, wo er mit vielen neuen Trends Bekanntschaft machte, besonders der Kubismus hatte es ihm angetan. Hier entwarf er mit seinem Volksgenossen Siqueiros das Konzept einer naiven, populären, bildnerischen Darstellung, in welcher die neue (marxistische) Gesellschaft Mexikos künstlerischen Ausdruck finden sollte. Nach seiner Rückkehr wurde er für das Erziehungsministerium tätig und schuf seine ersten großen, bewusst erzieherisch angelegten Murales. Landesgeschichte, Unterdrückung der Indianer und Gesellschaftsveränderung nach der Revolution (1911 - 1917) waren die großen Themen. Seine Fortschrittsgläubigkeit erscheint heute etwas blauäugig, aber die Maltechnik, das Experimentieren mit neuartigen Methoden und ganz eigenen Darstellungsweisen führte zu erstaunlichen Effekten. Man sollte sich bei einem Mexiko-Besuch unbedingt für diese Monumentalgemälde Zeit nehmen. Grundkenntnisse der mexikanischen Geschichte sind allerdings für das Verständnis der "Wandgeschichten" Voraussetzung. Er war mit Frida Kahlo verheiratet, die nach ihrem Tod zur bekanntesten Malerin Mexikos avancierte. Ihr gemeinsames Haus wurde zu einem sehenswerten Museum in Coyoacan, einem bezaubernden Vorort von Mexiko-City, umgewandelt. Sehr empfehlenswert ist der Kino-Film (2003) "Frida", der das Eheleben und das politische Engagement der beiden in einer bewegenden Geschichte darstellt. |