2.1 Yellowstone, Idaho, Oregon
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Im Yellowstone NP und durch Idaho nach Oregon 

Geysire, Bisons und ein Canyon

 

Wir waren vom 5.  - 8.August 2003 im Yellowstone Nationalpark (YNP).

Der YNP war fuer uns wie ein Wunder und teilte sich sich in 3 Besonderheiten ein:

Die Tiere - die Geysire - der Yellowstone-Canyon

Weil wir in der Hochsaison dort waren, mussten wir einigermassen hartnaeckig sein, um einen Platz in einem der Campingplaetze im YNP zu ergattern. Teilweise lagen unsere Campsites auf ueber 2.400 m Hoehe. 

Wir hatten daher neben all den Eindruecken auch temperaturmaesig einiges einzustecken. Unsere groesste Ueberraschung waren nach einem 33 °C heissen Tag, 3°C am naechsten Morgen. 

Feuerteufelchen Gerti trotzt selbst dem stärksten Gewitterregen und liefert heiße Folienkartoffeln!

Da wuenschten wir uns das Lagerfeuer vom Vorabend zurueck und waren froh, die Standheizung im VW benutzen zu koennen.

Wir zogen immer bald in der Frueh los, um Tierbeobachtungen zu machen. Auf Baeren und Elche warteten wir vergeblich. Laut Auskunft der Ranger, ziehen sich die Baeren im Sommer auf  hoehere Gefilde zurueck, weil es ihnen zu warm ist.  Wir hatten aber grosses Glueck und konnten viele Tiere beobachten: Pelikane, Canadagaense und andere Wasservoegel; einen Schakal, Rehe und Hirsche (die heissen hier Elk); und nicht zuletzt hunderte Bueffel, einige davon ganz nahe. 

 

Wir hatten auch beobachten duerfen, wie ein Teil der Bueffelherde vor uns die Strasse ueberquerte. Danach sind wir auf einen Rastplatz in der Naehe gefahren und wollten in Ruhe jausnen. Daraus wurde aber nichts! Ein "Liebespaar", das sich von der Herde entfernt hatte, ging grasend in unsere Richtung. Wow! Obwohl die Fenster natuerlich geschlossen waren, trauten wir uns fast nicht mehr zu atmen. Erst als sie (endlich) ca. 1 m neben dem VW-Bus abdrehten, fingen wir wieder "normal" zu atmen an. 

Michael hat den Vorfall sogar auf Video dokumentiert! Einfach mit der Maus übers Bild fahren und schon fängt es zu laufen and!

Bald versammelte sich eine kleine Gruppe anderer Yellowstone-Besucher an unserem Rastplatz. Gemeinsam konnten wir immer wieder kleinere Abenteuer mit Ausreissern aus der Bueffelherde erleben.

Gegen Abend des selben Tages waren wir auf der Suche nach dem Yellowstone-Canyon. Kein Problem, bei der ausfuehrlichen Beschreibung im YNP. Als wir dann beim sog. "Artistpoint" in den Canyon und die umliegende Umgebung blickten, war es wie ein Wunder fuer uns, so etwas einmalig Schoenes hat hier die Natur geschaffen. Jedes unserer Bilder kann nur einen Bruchteil dieses Gesamtkunswerkes der Natur erfassen.

Jetzt wußten wir, woher der Name "Yellowstone" kommt ...

Am naechsten Tag waren die Geysire dran. Wir goennten uns das Fruehstueck im Old Faithful Inn. Dieses bekannte Hotel/Restaurant wurde im Blockhausstil errichtet und das Besondere daran ist, dass es sich ueber drei Stockwerke erstreckt. 

Im Inneren des Old Faithful Inn steht ein beeindruckender Kamin!

Es liegt direkt am vorhersagbaren  Geysir "Old Faithful". Vorhersagbar deshalb, weil auf 1 - 2 Stunden genau die naechste Wasserfontaene prognostiziert werden kann. Nach dem Fruehstueck mussten wir noch eine dreiviertel Stunde warten und Old Faithful spuckte sein Wasser aus. Das war einigermassen beeindruckend, wie man von dem kurzen Video-Clip vielleicht erahnen kann: 

Wir wanderten den 6 Km langen Weg um die Geysire ab und waren immer wieder fasziniert. Neben den mehr oder weniger aktiven Geysiren, gibt es Pools aus denen hitzeresistente Bakterien in den schönsten Farben schimmern. 

Die Landschaft beim "Upper Basin", das ist die Landschaft um den "Old Faithful", ist fuer uns total unwirklich anzuschauen. Auf den sanften Huegeln waechst nicht sehr viel. Der Untergrund ist zu warm. Immer wieder ziehen warme Rinnsale vorbei und bilden weisse, gelbe, gruene oder schwarze Ablagerungen (Sinter). 

Die Mammoth Hot Springs

Neben die Holzstege darf man nicht treten, weil immer die Gefahr besteht einzubrechen. 

Wir haben schließlich den YNP mit dem Gefuehl verlassen, mit dem Innersten der Erde in Beruehrung gekommen zu sein.

 

Bei einem "First Nation" PowWow in Idaho

Im Indianer-Reservat Fort Hall konnten wir einem PowWow der Shoshone-Bannock Indians beiwohnen. Das ist eine Art Volksfest für Indianer, wobei Tänze und Gesänge aufgeführt werden. Dieses PowWow war nicht kommerziell, dh es diente ausschließlich der Darbietung und auch Prämierung verschiedener Tänze und Gesänge. Ein paar Bleichgesichter hatten sich sogar mit entsprechender Kostümierung unter die Tänzer gemischt. Trotzdem hatten wir das Gefühl, mit unserer Anwesenheit bestenfalls ignoriert zu werden. Mit zunehmender Dauer der Veranstaltung wurden wir jedoch immer mehr von dem sich ewig wiederholenden Gesang und Getrommle eingenommen und begeistert und konnten einen kleinen Eindruck von den Riten der Amerikanischen Ureinwohner gewinnen. 

Das folgende Video soll etwas von der Stimmung vermitteln!

War es schon beim PowWow untertags fast unerträglich heiß, so wurden die folgenden Tage in Idaho zur Trotur. Wir fanden zwar einen netten Statepark am "Schlangenfluss" wurden aber von den Insekten und der Hitze beinahe fertig gemacht. Zum Ausgleich sahen wir aber unseren ersten Colibri vorbeibrummen. Also "NIX WIE HITZ" (wie in Österreich zur selben Zeit)! Wir beschlossen nach Oregon zu fliehen, das durch seine Vulkanberge und Seen und durch die kühle Küste Linderung versprach. Und so war es auch!  Beim Newberry National Volcane Monument hatten wir sogleich wieder das andere Extrem: 3° C in der Frühe - da kühlt einem ja der Kaffee an den Lippen aus -  und am Abend beim Campfire die A.....-Kälte von hinten und die Röstung von vorne.  Aber zum Ausgleich durften wir auf das Lava-Geschiebe eines Vulkans steigen, um dort herrliche schwarze Obsidiane zu bewundern und auch ein paar Kleinere - unerlaubterweise - einzupacken. 

... diese waren leider zu groß für uns!

Obsidiane sind glasartige Steine und wurden in der Vergangenheit von den Ureinwohnern als Schneidewerkzeug und Tauschmittel verwendet. 

An der ungemütlichen, herrlichen Küste Oregons

Vorgewarnt durch unseren ausgezeichneten Reiseführer fieberten wir der Pazifik-Küste entgegen.   Küstennebel ist am kalten Pazifik ein weitverbreitetes Phänomen - uns empfing er aber mit herrlichstem Sonnenschein und kaltem Wind. Wir fanden ein lauschiges Plätzchen in einem Statepark-Camp an einem Flüsschen mit direktem Meerzugang. 

Das Wetter spielte darauf die vorhergesagten "Stückeln", also kalter Küstennebel alternierend mit kaltem Küstenwind. Aber toll anzusehen und abzufahren ist die Oregon-Küste auf jeden Fall!

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Stand: 14.02.2007