Geysire,
Bisons und ein Canyon
Wir waren vom 5.
- 8.August 2003 im Yellowstone Nationalpark (YNP).
Der YNP war fuer uns
wie ein Wunder und teilte sich sich in 3 Besonderheiten ein:
Die Tiere - die
Geysire - der Yellowstone-Canyon
Weil wir in der
Hochsaison dort waren, mussten wir einigermassen hartnaeckig sein, um
einen Platz in einem der Campingplaetze im YNP zu ergattern. Teilweise
lagen unsere Campsites auf ueber 2.400 m Hoehe.

Wir hatten daher neben
all den Eindruecken auch temperaturmaesig einiges einzustecken. Unsere
groesste Ueberraschung waren nach einem 33 °C heissen Tag, 3°C am
naechsten Morgen.

Da wuenschten wir uns das Lagerfeuer vom Vorabend
zurueck und waren froh, die Standheizung im VW benutzen zu koennen.
Wir zogen immer bald
in der Frueh los, um Tierbeobachtungen zu machen. Auf Baeren und
Elche warteten wir vergeblich. Laut Auskunft der Ranger, ziehen sich die
Baeren im Sommer auf hoehere Gefilde zurueck, weil es ihnen zu warm ist.
Wir hatten aber grosses Glueck und konnten viele Tiere beobachten:
Pelikane, Canadagaense und andere Wasservoegel; einen Schakal, Rehe und
Hirsche (die heissen hier Elk); und nicht zuletzt hunderte Bueffel, einige davon ganz nahe.

Wir hatten auch beobachten duerfen, wie ein
Teil der Bueffelherde vor uns die Strasse ueberquerte. Danach sind wir
auf einen Rastplatz in der Naehe gefahren und wollten in Ruhe jausnen.
Daraus wurde aber nichts! Ein "Liebespaar", das sich von der
Herde entfernt hatte, ging grasend in unsere Richtung. Wow! Obwohl die
Fenster natuerlich geschlossen waren, trauten wir uns fast nicht mehr zu
atmen. Erst als sie (endlich) ca. 1 m neben dem VW-Bus abdrehten, fingen
wir wieder "normal" zu atmen an.
Michael
hat den Vorfall sogar auf Video dokumentiert! Einfach
mit der Maus übers Bild fahren und schon fängt es zu laufen and!
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Bald versammelte sich eine
kleine Gruppe anderer Yellowstone-Besucher an unserem Rastplatz.
Gemeinsam konnten wir immer wieder kleinere Abenteuer mit Ausreissern
aus der Bueffelherde erleben.
Gegen Abend des selben
Tages waren wir auf der Suche nach dem Yellowstone-Canyon. Kein Problem,
bei der ausfuehrlichen Beschreibung im YNP. Als wir dann beim sog.
"Artistpoint" in den Canyon und die umliegende Umgebung
blickten, war es wie ein Wunder fuer uns, so etwas einmalig Schoenes hat
hier die Natur geschaffen. Jedes unserer Bilder kann nur einen Bruchteil
dieses Gesamtkunswerkes der Natur erfassen.

Am naechsten Tag waren
die Geysire dran. Wir goennten uns das Fruehstueck im Old Faithful Inn.
Dieses bekannte Hotel/Restaurant wurde im Blockhausstil errichtet und das
Besondere daran ist, dass es sich ueber drei Stockwerke erstreckt.

Es
liegt direkt am vorhersagbaren Geysir "Old Faithful".
Vorhersagbar deshalb, weil auf 1 - 2 Stunden genau die naechste
Wasserfontaene prognostiziert werden kann. Nach dem Fruehstueck mussten
wir noch eine dreiviertel Stunde warten und Old Faithful spuckte
sein Wasser aus. Das war einigermassen beeindruckend, wie man von dem
kurzen Video-Clip vielleicht erahnen kann:
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Wir wanderten den 6
Km langen Weg um die Geysire ab und waren immer wieder fasziniert. Neben
den mehr oder weniger aktiven Geysiren, gibt es Pools aus denen
hitzeresistente Bakterien in den schönsten Farben schimmern.

Die
Landschaft beim "Upper Basin", das ist die Landschaft um den
"Old Faithful", ist fuer uns total unwirklich
anzuschauen. Auf den sanften Huegeln waechst nicht sehr viel. Der
Untergrund ist zu warm. Immer wieder ziehen warme Rinnsale vorbei und
bilden weisse, gelbe, gruene oder schwarze Ablagerungen (Sinter).

Neben die Holzstege darf man nicht treten, weil immer die Gefahr besteht
einzubrechen.
Wir haben
schließlich den YNP mit dem Gefuehl verlassen, mit dem
Innersten der Erde in Beruehrung gekommen zu sein.
Bei einem "First
Nation" PowWow in Idaho
Im Indianer-Reservat
Fort Hall konnten wir einem PowWow der Shoshone-Bannock Indians
beiwohnen. Das ist eine Art Volksfest für Indianer, wobei Tänze und
Gesänge aufgeführt werden. Dieses PowWow war nicht kommerziell, dh es
diente ausschließlich der Darbietung und auch Prämierung verschiedener
Tänze und Gesänge. Ein paar Bleichgesichter hatten sich sogar mit
entsprechender Kostümierung unter die Tänzer gemischt. Trotzdem hatten
wir das Gefühl, mit unserer Anwesenheit bestenfalls ignoriert zu
werden. Mit zunehmender Dauer der Veranstaltung wurden wir jedoch immer
mehr von dem sich ewig wiederholenden Gesang und Getrommle eingenommen
und begeistert und konnten einen kleinen Eindruck von den Riten der
Amerikanischen Ureinwohner gewinnen.
Das
folgende Video soll etwas von der Stimmung vermitteln!
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War es schon beim
PowWow untertags fast unerträglich heiß, so wurden die folgenden Tage
in Idaho zur Trotur. Wir fanden zwar einen netten Statepark am
"Schlangenfluss" wurden aber von den Insekten und der Hitze
beinahe fertig gemacht. Zum Ausgleich sahen wir aber unseren ersten
Colibri vorbeibrummen. Also "NIX WIE HITZ" (wie in Österreich
zur selben Zeit)! Wir beschlossen nach Oregon zu fliehen, das durch
seine Vulkanberge und Seen und durch die kühle Küste Linderung
versprach. Und so war es auch! Beim Newberry National Volcane
Monument hatten wir sogleich wieder das andere Extrem: 3° C in der
Frühe - da kühlt einem ja der Kaffee an den Lippen aus - und am
Abend beim Campfire die A.....-Kälte von hinten und die Röstung von
vorne. Aber zum Ausgleich durften wir auf das Lava-Geschiebe eines
Vulkans steigen, um dort herrliche schwarze Obsidiane zu bewundern und
auch ein paar Kleinere - unerlaubterweise - einzupacken.

Obsidiane sind glasartige Steine und wurden
in der Vergangenheit von den Ureinwohnern als Schneidewerkzeug und
Tauschmittel verwendet.
An der ungemütlichen,
herrlichen Küste Oregons
Vorgewarnt durch
unseren ausgezeichneten Reiseführer fieberten wir der Pazifik-Küste
entgegen. Küstennebel ist am kalten Pazifik ein
weitverbreitetes Phänomen - uns empfing er aber mit herrlichstem
Sonnenschein und kaltem Wind. Wir fanden ein lauschiges Plätzchen in
einem Statepark-Camp an einem Flüsschen mit direktem Meerzugang.

Das
Wetter spielte darauf die vorhergesagten "Stückeln", also
kalter Küstennebel alternierend mit kaltem Küstenwind. Aber toll
anzusehen und abzufahren ist die Oregon-Küste auf jeden Fall!