Im
Schnellzugstempo durch die Great Plains von Minnesota und South Dakota
Nach dem Canada-Trip
wollten wir möglichst schnell zu unserem nächsten Ziel, den Badlands
von South Dakota gelangen. Es war die Zeit, die Interstate #90 nach
Westen zu brausen.

1500 km waren zu
bewältigen, bei den US-Autobahnen trotz geringer Geschwindigkeiten kein
Problem. Man fährt, wie man es sich in Europa gar nicht mehr zu
wünschen getraut: Wenig Verkehr, entspanntes Tempo, alle Fahrzeuge sind
in etwa gleich schnell unterwegs - auch LKW düsen hier mit 120 km/h
durch die Gegend.
Wir überquerten den
Mississipi, der sich in einem gewaltigen, von Inseln bevölkerten,
Flusslauf, an der Grenze zwischen Minnesota und Wisconsin seinen Weg
nach Süden bahnte.

Als wir 600 km weiter
westlich den Missouri überquerten begannen wir die Bezeichnung
"Great Plains" richtig zu begreifen:

Ein unendliches,
leicht hügeliges Flachland ohne Wälder breitete sich vor uns aus. Doch
jeder Flecken wird hier landwirtschaftlich genutzt.

Es ist eine riesige
Kornkammer und es waren auch große Rinderherden zu beobachten.
Endlich in South
Dakota angekommen freuten wir uns auf den Besuch der Badlands. Es
handelt sich um ein Erosionsland, der weiche Untergrund der Prärie
bricht hier in eine tiefere Landschaft ab und hinterlässt dramatische
Formationen.

Es ist
"schlechtes Land" für die Farmer aber wunderbar anzusehen und
zum Glück als Nationalpark geschützt. Sogar Bisons wurden wieder
angesiedelt, man erhält einen authentischen Eindruck von unberührter
Prärie.


Hier praktizierten wir
wieder das afrikanische Safari-Leben: Aufstehen vor Sonnenaufgang, raus
zur Fotosession, spätes Frühstück, den Tag in der Gluthitze mit
Siesta rumkriegen und am Abend einen Wilderness-Trail unternehmen.
Großen Respekt hatten
wir vor der Möglichkeit, Klapperschlangen anzutreffen, aber leider oder
zum Glück blieb uns dieses Erlebnis noch erspart. Auch die Bisons sind
"murds" aggressive Kolosse, wenn sie gereizt sind.

Wir hörten sie von
unserem Wilderness-Camp aus grunzen und waren froh, nicht mitten drin zu
sein. Aber aus sicherer Distanz konnten wir eine große Herde beobachten
und herrliche Fotos mit der "richtigen" Kamera schießen.

Außerdem konnten wir
in der vollkommenen Finsternis des Neumonds Sternschnuppen bewundern!
Einfach sagenhaft!
Beim Devils Tower in
Wyoming

Der Cowboy-Staat
Wyoming empfing uns mit dem ersten National-Monument der US-Geschichte,
dem Devils Tower. Dieser eigenartige Turm ragt aus der Hügellandschaft
schon von weitem hervor. Es handelt sich um den erkalteten Kern eines
Vulkankegels - ein starker Platz zum Verweilen. Sportlichere
Zeitgenossen als wir erkletterten den 300 Meter hohen
Teufelsturm, wir umrundeten ihn und genossen die Farbspiele auf seinen
"Säulen".
Zum Starten des
Premiere-Videos einfach über das Bild mit der Maus fahren!
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Der
Yellowstone-Bericht wurde endlich von Gerti fertiggestellt und ist
abrufbar!
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