Peloponnes
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... wo die Antike an jeder Ecke lauert!

3 Wochen des Sommers 2005 verbrachten wir also im Juli auf dem Peloponnes. Ursprünglich eine Halbinsel, wurde diese durch die Fertigstellung des Kanals von Korinth endgültig vom Festland geteilt.

Wie fuhren mit einem Schiff der MINOAN Lines stilgerecht von Venedig nach Patras.

Die Überfahrt dauerte ca. 32 Stunden mit Zwischenstopps in Igoumenitsa und Korfu.

Blick auf Hafen und Stadt Korfu

Wir buchten Camping on Board, dh man kann in seinem eigenen Wohnmobil schlafen und hat eigene Sanitäranlagen am Deck.

 

Wir hatten Glück und standen mit dem VW-Bus direkt an einem Fenster, was gute Aussicht und frische Luft bescherte und waren naturgemäß begeistert. Nächsten Jahr machten wir dann die anderen Erfahrungen ...

In Patras angekommen verbrachten wir die Nacht gleich mal in der Nähe der neuen Megabrücke und am nächsten Tag düsten wir den Golf von Korinth entlang bis zum Kanal.

Dahinter bezogen wir  für zwei Tage Quartier auf einem schönen Campingplatz.

Danach besuchten wir mit Epidaurus unsere erste antike Stätte. Epidaurus war zu seiner Hochblüte eine Art religiöses Kurzentrum mit einem grandiosen Theater für 50.000 Besucher.

... auch eine Möglichkeit, Antikes wieder aufzubauen!

 

Von dort ging's wieder an den Strand, diesmal wollten wir endlich "wild" stehen und fanden unser "Traumplatzerl" am Saladi-Beach der Halbinsel Argoli, dem "Daumen" der vierfingerigen Hand des Peloponnes.

Das Wasser sollte mit 27° das wärmste dieser Reise werden, die Außentemperatur war um die 40° und wir sehnten uns täglich nach der frischen Brise, die pünktlich gegen 2 Uhr aufzog. Toll war auch der Fischreichtum der Bucht, viele Arten tummelten sich im seichten Wasser.

Dann besuchten wir die eleganteste Stadt des Peloponnes, Nauplia.

 

 

Sie liegt malerisch von 2 Burgen begrenzt in einer Bucht, die wiederum von einer Insel-Burg bewacht ist. Historisch interessant war, das der erste König Griechenlands, der Bayer Otto (!) auf einer der Burgen nach der Unabhängigkeit von den Türken residierte.

Es folgte eine weitere archäologische Sensation: Mykene, der Palast des Agamemnon, von Schliemann Ende des 19. Jh ausgegraben.

Ansicht des Festungsberges im Abendlicht

Bedrückend wirken die tonnenschweren "Zyklopenmauern", die ohne Mörtel zusammengefügt sind. Das ganze wurde in der Bronzezeit, um die Zeit des trojanischen Krieges gebaut.

Das imposante Eingangstor mit dem Löwenrelief, die Köpfe bestanden vermutlich aus Bronze und sind nicht erhalten.

   Die Totenmaske des Agamemnon, des Heerführers der Griechen im trojanischen Krieg.

Eindrucksvoll auch der Gräberring wo Schliemann die Totenmaske des Agamemnons fand sowie die riesigen Kuppelgräber, auch als Schatzkammern bezeichnet.

Dann fuhren wir in die wildeste Gegend des Peloponnes. Durch Lakonien sollen noch Wölfe streifen, es gibt kaum Orte an der Küste, wir mussten einen weiten Weg hinunterfahren bis wir endlich eine Traumbucht erreichten.

 

Doch selbst dieser Teil wird zunehmend zivilisiert: Straßen werden geteert, Ort herausgeputzt. Wir hatten leider nie das Gefühl, total in der Wildnis zu sein. Auch das Bild des am Esel sitzenden Hirten wurde durch das Bild des einen Pick-Up-Geländewagen lenkenden "Farmers" ersetzt.

Nach ein paar Tagen fuhren wir weiter in den Süden und besuchten die sensationelle mittelalterliche Stadt Monemvasia: Sie befindet sich uneinnehmbar, versteckt auf einem riesigen Felsen im Meer.

 

Sie war schon total verfallen und verlassen bis es vor ein paar Jahren chic wurde, dort ein Wochenendquartier zu besitzen. Jetzt werden auch die letzten Ruinen saniert.

  High noon! Wer hat den Finger schneller am Auslöser?

Man erreicht die Stadt nur zu Fuß durch ein winziges Stadttor, dann taucht man im Mittelalter ein. Ganz oben sind auch noch die Reste einer fränkischen Burg, die wir aber aufgrund der Hitze nicht besichtigten.

Den Mittelfinger, die Halbinsel Mani, ließen wir diesmal aus, wir wollen ja noch öfters neue Plätze erkunden und durchfuhren nahe Mytras das gewaltige Taygetos-Gebirge ,

ehe wir bei Kalamata wieder das Meer erreichten. Die flache Schwemmland-Ebene konnte uns jedoch nicht faszinieren und wir fuhren sogleich auf den letzten der vier Finger des Peloponnes, die Halbinsel Messini.

Dort gab es wieder einige Traumplatzerl für uns, besonders die Bucht mit dem Schiffswrack bei Koroni.

Zeit, wieder ein paar Tage zu verweilen, zu schnorcheln und sich dem Outdoorleben hinzugeben.

Die Strände und Buchten dieses "Fingers" waren alle sehr schön, besonders auch die Sicht auf Methoni, einer venezianische Festung, die weit ins Meer hinein ragt.

Ab da wurde es für uns dann schön langsam fad, weil sich nur noch flache Küstenabschnitte an der Westküste des Peloponnes auf taten. Sandstrand ist nicht unser Ding, obwohl die Schweinebauchbucht zugegebenermaßen toll aussah!

Zum Glück gibt es dort eine Autobahn, so kann man diesen Abschnitt schnell hinter sich bringen.

Bei Killini besuchten wir noch Lehrer-Kollegen von Michael, Olympia hoben wir uns für eine weitere Peloponnes-Reise auf und dann lag schon wieder Patras vor uns, wo die Fähre für die Rückfahrt wartete.

 Sooo kurz können 3 Wochen sein! Aber wir kamen ja ein Jahr später bereits wieder!

Der breite Smile sagt wohl alles über unseren Zustand ....

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Stand: 14.02.2007