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Mehr als 1 Mrd Einwohner bei nur einem Drittel der Fläche Chinas, unendlicher Reichtum und erbärmlichste Armut, hektische, laute, moderne, pulsierende Großstädte, und beschauliches, meditatives, ja rückständiges Landleben. Hochspezialisierte Computerfachleute und Analphabetentum. Bombay Die zweite Station unserer Reise führte uns zunächst Mitte Jänner 2000 nach Bombay, neuerdings Mumbai genannt, dem Wirtschaftszentrum Indiens im Bundesstaat Maharastra. Bombay ist ein Großstadtmolloch mit mehr als 10 Millionen Einwohnern und täglich kommen über 1000 neue Menschen mit der Hoffnung auf Arbeit und Wohlstand hinzu. Diese landen jedoch meist in den Slums, die die Stadt wie ein Belagerungsring umgeben.
Bombay hat einen sehenswerten alten britischen Teil, der von einem neugotisch-orientalischen Baustil-Mix dominiert wird.
Poona Die meiste Zeit unseres Indienaufenthalts verbrachten wir in Poona, einer Millionenstadt auf dem Hochland der Westghats, in ca. 700m Höhe, 170 Km von Bombay entfernt.
Hier hatten wir genug Zeit und Muße, das Straßenleben zu beobachten, die Natur mit ihrer unglaublichen Vielfalt an Blumenfarben und Düften zu bewundern
und uns mit allem möglichen Viehzeug, das dort frei auf den Straßen vorkommt, zu vergnügen.
In einer indischen Stadt spielt sich immer noch ein Großteil des Lebens auf der Straße ab. Nach einem anfänglichen Kulturschock gewöhnt man sich schnell an dieses bunte Treiben.
Goa
Als es Mitte April sehr heiß wurde, verlegten wir unseren Wohnsitz kurzerhand nach Goa, der portugiesischen Ex-Kolonie. Obwohl die Inder die Kolonialherren 1968 friedlich hinausgeworfen hatten, kann man deren Einfluss noch immer überall spüren: Die Mehrheit in der Bevölkerung sind Christen, die einfach die indischen Götter durch Jesus, Maria und alle Heiligen ersetzt haben. Die Wohnzimmer der Christen gleichen oft Kapellen, was wiederum der indischen Tradition des Heimtempels entspricht.
Goa ist Indien light, verspricht der Prospekt und das entspricht den Tatsachen: Man kann hier alles essen und trinken (auch frische Presssäfte). Besonders berühmt sind die Fischgerichte und Bananen-Fritters mit den köstlichen Goa-Bananen.
Wir hatten uns einen Strand ganz im Norden des Landes ausgesucht, der noch, ziemlich unberührt von multinationalen Tourismuskonzernen, den urwüchsigen Charme von Goa ausstrahlt: Schilfhütten als Strandkneipen mit hervorragendem, unglaublich billigem Essen, keine Hotels, nur kleine Pensionen und Häuschen zu mieten.
Man lebt wie im Paradies, das Geld wird bei entsprechender Verzinsung sogar mehr, der 28grädige Ozean lädt zum stundenlangen Planschen ein, und fühlt sich rundum "sauwohl".
Ashram Indien wäre nicht Indien, würde man nicht auch mit seiner Spiritualität in Kontakt kommen. Wir waren viel in einem Ashram, das ist eine Art Kloster, wo aber jedermann zur Meditation willkommen ist. Dort arbeiteten wir an dem in uns, was durch keinen Computer ersetzbar ist – und der Buddha ist das Symbol für ein erwachtes Bewusstsein.
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