Nachdem
sich unser lieber Freund Toshen aus dem Mühlviertel für einen
4-Wochen-Besuch in Indien angekündigt hatte, beschlossen wir, mit
ihm gemeinsam einen zweiwöchigen Badeurlaub in Goa einzulegen.
Wir
gelangten von Pune nach Goa mit einem Sleeper-Coach. Dieser Bus bietet
Liegekabinen und ermöglicht so, die Nachtfahrt einigermaßen
ausgeschlafen zu überstehen. Wenn da nicht die kalte Zugluft, die
schlechte Federung und die gelegentlichen Küchenschaben gewesen
wären.
Wir waren
schon neugierig, wie sich Goa seit unserem letzten Aufenthalt vor 8
Jahren entwickelt hatte. Das Ergebnis erwies sich als harter
Brocken: Beinahe der ganze Strand war mit Strandlokalen
zugepflastert, die davor unzählige Betten mit Schirmen aufgebaut
hatten - Rimini an der Arabischen See! Von den
60er-Jahre-Hippies und ihren "Haschisch-Tempeln" keine Spur mehr.
Nach dem ersten Schock fanden
wir aber auch positive Entwicklungen: Die Küchen der Restaurants
wurden immer internationaler, die Läden boten ebenso Produkte aus
aller Welt, die Kühe liefen zwar noch frei herum, doch fanden wir
sie immer öfter auf den Speisekarten der Restaurants ....

Die erste
Woche wohnten wir in einem netten Gästehaus im Ort Calangute, dann
mieteten wir uns ein Häuschen in Strandnähe. Es hatte zwei
Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, Küche, Bad und eine gemütliche
Veranda, die wir gerne zum Frühstück nutzten.

Überall in
Goa kann man einen regelrechten Bauboom beobachten. Gleich gegenüber
wurde ein neues (Gäste-)Haus hochgezogen, bei diesem Bau konnten wir
interessante Einblicke in die indische Bauweise gewinnen.

Am Strand
verloren wir rasch unsere Aversion vor den "Bettenburgen", lediglich
die vielen Strandverkäufer und indischen Masseusen (!!!) störten den
beschaulichen Badebetrieb. Das Meer war einladend warm und eine
Herausforderung aufgrund der starken Wellen zugleich.

Abends
ließen sich herrliche Strandspaziergänge machen und wir waren dabei
nicht allein: Da die Orte alle dicht zusammen liegen, kann man am
einfachsten über den Strand von Ort zu Ort gelangen.

Die
Sonnenuntergänge waren großteils grandios, wenn auch die Sonne meist
im Dunst des Ozeans versank.

Besonders
angetan waren wir vom nahe gelegenem Kulturzentrum,
welches wöchentlich klassische indische Konzerte mit Tanz anbot.

Auf den
Musik-Geschmack gekommen, suchten wir dann nach dem sagenhaften
Osho-Celebration-Choir und fanden ihn im Nachbarort Candolim, wo
Chormeister Shantidharma das letzte aus unseren Stimmen
herausholte...

So von
Sonne durchflutet, von Wellen geschüttelt, vom herrlichen Essen
gesättigt und mit manchem Lied auf unseren Lippen verließen wir nach
zwei Wochen Goa wieder in Richtung Pune.

Dort machten wir sogleich
wieder auf "isness as usual", spricht wir versenkten uns in
die verschiedenen angebotenen Meditationen des Resorts.

