Indien 07/08 - Kerala
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In Kerala bezogen wir Quartier im Ort Varkala. Wir waren zu Beginn der Saison gekommen und so war besonders die erste Woche sehr beschaulich und ab und zu noch von einem tropischen Regenguss unterbrochen.

Varkala besitzt einen tollen Sandstrand unterhalb einer roten Klippe. Die Wellen sind recht hoch, weshalb man nur in der Nähe der Strandwächter ins Wasser gehen sollte. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig bei ca. 28°!!!

Unser Hotel war ein wahrer Glücksgriff für uns. Es war gerade neu renoviert worden und die neue Besitzerin erfüllte es mit betörenden Düften von herrlichen Blüten, oder mit üppigem Duft von Räucherkegeln- oder --Stäbchen. Wir erfuhren hier, dass Kerala berühmt ist für seine besonderen Rauchwaren. Die jungen, herzlichen und hilfsbereiten  Angestellten und das junge Publikum verstärkten die lockere, entspannte Atmosphäre.

   Are you chappy?

Wenn nicht die Gäste selbst ihre Gitarre auspackten, wurde schöne indische Musik als Hintergrundmusik in allen öffentlichen Räumen gespielt.

Wir logierten oberhalb des Haupthauses in einem kleinen Extrahäuschen mit eigener Veranda, umgeben von tropischer Vegetation. Über uns wohnte in den Kokospalmen ein fliegender Hund, der allabendlich mit geräuschvollem Flügelschlag auf Streifzug ging.

  

In der Mitte unseres Aufenthalts unternahmen wir eine eintägige Schiffsfahrt durch die Backwaters von Kerala.   Die Backwaters sind eine gigantische tropische Lagunen- und Kanallandschaft. Die gemütliche Tour ging vorbei an Fischerdörfern und und wir konnten auch Fischer bei der Arbeit beobachten.

   

Das Mittagessen wurde urig auf einem Bananenblatt ohne Besteck serviert. Da war Fingerfertigkeit gefragt. Am Ende waren aber alle satt und Dehli Belli" gab´s auch nicht.

Schmeckt' s jemandem nicht?

Ab und zu begegneten uns Hausboote in denen betuchte Kunden ein paar Tage auf besonders bequeme, bzw. luxuröse (Klimaanlage) Weise in den Backwaters herumfahren (Ab ca. 100 Euro pro Tag Vollpension). Diese Hausboote waren ursprünglich umgebaute Reisbarken ohne Motor und wurden mit langen Stangen weiterbewegt. In den letzten Jahren wurden sehr luxuriöse Hausboote gebaut und die Fischer hofften auf gutes Geld. Leider gibt es zuviel Angebot und zuwenig Nachfrage, wie wir an den unzähligen an den Ufern liegenden, und auf Gäste wartenden Hausbooten sehen konnten.

Neben der Fischerei und dem Erlös aus den Kokospalmen ist der Reisanbau hier die dritte Einkunftsquelle für die Menschen in den Backwaters. Wir "schipperten" gerade vorbei, als der Reis gedroschen wurde.

Unser letzter Tag war auch gleichzeitig der Höhepunkt in unserem Hotel. Es wurde das Fest zur offiziellen Saisoneröffnung gefeiert. Die Gäste kamen auch von außerhalb. Es gab ein wunderbares Buffet und die Musiker aus der Umgebung spielten typische Kerala Musik. Diese unterschied sich für uns deutlich von der Musik aus Nordindien. Manchmal glaubten wir, Ähnlichkeiten mit irischen Tänzen zu hören. Die Begeisterung der Musiker hat den ganzen Raum erfüllt und ist auf die anwesenden Gäste übergesprungen.

Die schöne Zeit in Kerala machte es uns schwer, nach 2 Wochen Abschied zu nehmen. Die Reise geht aber immer weiter und ein neues Kapitel wartete auf uns. Vielleicht das aufregendste überhaupt: "Unsere Reise nach Innen". Die nächste Station unseres Freijahres ist der Aufenthalt im Meditations-Ressort in Pune (sw. von Mumbai). Hier werden wir in der sprichwörtlichen "Versenkung verschwinden" und uns  vier Monate lang durch intensive Meditationen mit dem Kern unseres Wesens beschäftigen.  Mal sehen, was "des Pudels Kern" wohl ist ....

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Stand: 22.09.2008