An der Atlantik-Küste bei Swakopmund und Walvisbay sowie Umgebung
Kaiser Wilhelm lässt grüßen!
Nach unserem Ausflug ins Outback von
Namibia kamen wir jetzt in eine ganz andere Gegend. War zuvor die Zivilisation
eher auf Outposts begrenzt stellten nun Swakopmund als Touristenort und
Walvisbay als Haupthafen Namibias einen unglaublichen Kontrast dar.
Zunächst passierten wir aber das
"Matterhorn" Namibias, die Spitzkoppe. Schön geformt aus rot-braunem Sandstein
gab sie ein tolles Fotomotiv ab.

Das gesamte Gebiet um die Spitzkoppe
ist ein Naturpark, wo die Parkverwaltung wunderbare, einsame primitive Campsites
angelegt hatte. Wir kurvten begeistert herum und ließen den Pinzi auch kleine
Kletterübungen durchführen.
Ein Klick aufs Bild startet das (nicht
sehr spektakulär wirkende) Video mittels Mediaplayer

Am Abend hatten wir uns einen
idyllischen Stellplatz ausgewählt und machten auch ein paar "Spaziergänge" auf
dem griffigen Gestein. Es sollte auch einer der letzten wirklich warmen
Abende unserer Reise werden.


Dann ging's immer abwärts durch eine
eigenartige Kieswüste bis wir
schließlich die Küste erreichten.

Unfreundlicher Küstennebel empfing uns und
ließ uns die richtige Entscheidung treffen, eine feste Unterkunft für unseren
Aufenthalt in Swakopmund zu suchen. Zum Glück zeigte sich das Wetter in den
folgenden Tage von der sonnigen Seite.
Swakopmund, vielleicht die deutscheste
Stadt in Namibia! Überall wurde Deutsch gesprochen und alles war in fester Hand
der Deutsch-Namibier. Selbst ein Brauhaus gab es mit Würstel und Sauerkraut auf
der Speisekarte!

Eines Abends gingen wir in ein Sport-Cafe um uns das
EM-Fußballspiel zwischen Deutschland und Spanien anzusehen. Die Stimmung war
ziemlich gespalten. Die Deutsch-Namibier stimmten schon mal das Deutschlandlied
an, während die einheimischen Namibier eher für Spanien die Daumen drückten.
Putzig die Architektur, deren
Kolonialhäuser nicht nur erhalten sondern auch liebevoll renoviert wurden.
Die alte Kaserne von 1905 dient heute als Jugendherberge
Das Prinzessin Luitpold Hotel war zu Kaisers Zeiten ein Lazarett.
Das berühmteste Gebäude Swakopmund, das Hohenzollernhaus.
Der Woemann-Brock-Turm mit gleichnamigem Shoppingcenter
Der alte Leuchtturm an der Mole mit Hansa-Brauerei-Museum
Die alte Kaserne von 1905 dient heute als Jugendherberge
Wir fühlten uns die Tage in Swakopmund
sehr wohl, genossen die herrlichen Bäckereien, das offene Hansa-Bier und auch
die Pizzen in den Lokalen - welch eine Abwechslung zu Büchsenkost und Maisbrei!

Gleich hinter Swakopmund beginnen die
kleinen Dünen der Namib, die wir auf einer geführten Dünen-Exkursion kennen
lernen durften.

Thony, der Exkursionsleiter, gab sich
alle erdenkliche Mühe, uns mit der "living dessert world" bekannt zu machen.
Besonders eindrucksvoll gelang dies mit
den Chamäleons, die je wirklich wie aus einer anderen Welt erscheinen.

Ein Klick
aufs Foto startet den kleinen Chamäleon-Clip!
Aber auch kleinere Eidechsen, wie der
Sand-Diver (zu Deutsch "Sandtaucher") waren interessant zu beobachten.


Und schließlich war die Fahrt über die
Dünen selbst ein Erlebnis, wenn das Fahrzeug zuerst die Dünen mit Vollgas
hochschoss und dann am Dünenkamm regelrecht in die Tiefe tauchte.

Im Gegensatz zum charmanten Swakopmund
ist die alte englische Enklave Walvis Bay sehr nüchtern und lohnt eigentlich
keinen Besuch. Wir mussten dort aber hin, weil der Pinzi im Hafen in einen
Container gesteckt werden sollte. Doch bevor das passierte, hatten wir noch zwei
Wochen Namib-Dünentour auf dem Programm, der Bericht davon steht auf der
Folgeseite.
Bericht von der
Dünentour und dem Sossouvlei