Marokko 02
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oder von Couscous zu Tagjine

 

Ostern 2002 machten wir für eine Woche einen Marokko-Trip: Wir flogen mit Condor (bequeme Bestuhlung) von München nach Agadir, dem Badeort in Südmarokko. Da wir aus diversen Reiseführern lasen, dass Agadir eigentlich nichts mit dem "echten" Marokko gemeinsam hat, beschlossen wir kurzerhand die Stadt links liegen zu lassen und fuhren mit dem voll bepackten Mietwagen ins Landesinnere.

Arabisch für: "So Gott will"

Dieser Spruch drückt am besten die fatalistische Grundhaltung der Marokkaner aus: Jedes Vorhaben wird damit apostrophiert, kommt es nicht zu Stande, so hat eben Allah andere Pläne mit uns Menschen!

 

Im folgenden haben wir die zahlreichen Eindrücke dieser Reise in ein positiv-negativ Schema gepresst, damit sich Marokko-Neulinge schnell ein Bild von diesem Land machen können:

Positives Negatives
bulletExtrem gastfreundliche Menschen
bulletVom Islam dominierte Gesellschaft:
Traditionelle Frauen sind extrem scheu (keine Fotos!), der Muezzin jagt einen in den Städten aus dem Schlaf! 
bulletHerrliches Brot und Mehlspeisen
bulletFür Vegetarier etwas eintöniges Essen in nicht Luxusrestaurants
bulletGrandiose, abwechslungsreiche  Wüsten-Landschaft
bulletKeine Wildtiere in den Steinwüsten, magere Vogelwelt
bulletGeringe Kriminalität
bulletTotal überteuerte Preise (auch nach hartnäckigem Feilschen nicht günstig) in den Suqs
bulletArabisch-exotisches Flair
bulletDritte--Welt-Land mit zT bedenklichen hygienischen Verhältnissen
bulletUrsprüngliches, einfaches Leben am Land
bulletManchmal lästige Kinder, die penetrant nach Kugelschreibern und Süßigkeiten betteln
bulletGeringes Verkehrsaufkommen am Land
bulletVom Eselkarren bis zum hoffnungslos überladenen LKW - alles findet man auf der Straße
bulletVielfältige, unproblematische Übernachtungsmöglichkeiten: 
Campingplätze, einfache und luxuriöse Hotels
bulletGeldversorgung zT problematisch: Nur größere Städte haben Bankomaten und die Banken haben eigenartige Öffnungszeiten
bulletSehr preisgünstige Lebensmittel
bulletEingeschränktes Warenangebot am Land
bulletAbenteuer-Feeling, auch durch freie Camp-Möglichkeiten
bulletÜberall warten "Guides", die einen  stets in einem Souvenir-Laden absetzen

Bei insgesamt 7 Tagen in Marokko konnten wir natürlich keine allzu großen Sprünge machen.  Wir konzentrierten uns auf die Gegend zwischen Atlas-Gebirge und Sahara, auch Präsahara genannt. Dort gibt es zahlreiche Oasen entlang der Flussläufe mit den berühmten Kasbahs (Wehrburgen) und Ksour (Wehrdörfer).

Wir waren für Camping im Zelt ausgerüstet und planten in den Städten in einfachen Hotels abzusteigen. Inspiriert zu dieser Reise wurden wir durch einen Internet-Bericht über einen einwöchigen Marokko-Trip von Edith Kohlbach!

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Stand: 11.01.2003