Kalahari
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Kalahari Gemsbok Nationalpark

Dann begann unser Blutdruck allmählich zu steigen, wir näherten uns der Kalahari: Wohl jeder verbindet allein mit dem Namen brütende Hitze , unendliche Weite. Wir ließen die Zivilisation zurück, Sandpisten lagen vor uns, Tankstellen wurden rar.

Im Gegensatz zum durchorganisierten Kruger-Park ist der Kalahari Gemsbok NP ein sich eher selbst überlassenes Ökosystem. Er ermöglicht die ungehinderte Wanderung von Antilopen auf der Suche nach Wasser. Gemeinsam mit dem angrenzenden Gemsbok NP in Botswana bildet er den größten NP im südlichen Afrika überhaupt. 

Die Kalahari ist eine trockene Halbwüste mit dem größten Sanddünenfleck der Welt. Der typische Sand der Kalahari ist rot vom Eisenoxid und bietet einen reizvollen Kontrast zum Himmel und der Vegetation. Diese Landschaft hatte uns voll in ihren Bann gezogen, wer Einsamkeit nicht scheut ist in ihr bestens aufgehoben ...

 

Spießböcke (Engl. Gemsbok)

 

Den Schönheitspreis aller Antilopen gewannen bei uns die Spießböcke: Große, pferdeähnliche Tiere mit wunderschönen langen, geraden Hörnern und einer eindrucksvollen Gesichts-Maskierung. Spießböcke können lange Zeit ohne Wasser auskommen, da sie sich vorzugsweise von einer Wüsten-Melonenart ernähren.

Imposant ist auch die Art, wie sie ihre Rangkämpfe austragen: Die Kontrahenten fordern sich durch ein stolzes Nicken des Kopfes gegenseitig auf und dann wird der Stärkere auf sehr elegant-sportliche Art ermittelt. Leider finden die Löwen ebenso gefallen an diesen herrlichen Tieren: Sie stehen auf deren Speiseplan an erste Stelle.

 

Geparde und Springböcke

 

Dieser Gepard lief uns praktisch über den Weg. Diese herrlichen Geschöpfe wirken majestätisch und traurig zugleich, aufgrund der schwarzen Streifen unter den Augen. Die ebene, freie Landschaft ist ein ideales Jagdgebiet für die schnellsten aller Katzen. Ihre bevorzugte Jagdbeute ist der Springbock, der hier in großer Zahl vorkommt. Eigentümlich für uns war das Beobachten von Jägern und Beutetieren: Die Springböcke zogen einmal ohne erkennbare Nervosität an im Schatten lagernden Geparden vorbei – offensichtlich wissen sie genau, wann Jagdzeit ist. 

Springböcke sind das Wappentier und gleichzeitig die einzige Gazellenart Südafrikas, bekannt für ihre senkrechten Luftsprünge.

 

Sandsturm u. Gewitter

Dann zog einmal innerhalb weniger Minuten ein Sandsturm auf, der Himmel verdunkelte sich. 

 

Der Sandsturm brachte im Gefolge auch einen der seltenen Gewitterregen, wir hatten hier in Südafrika schon des öfteren echte Regenmacher-Qualitäten entwickelt. 

Und auf einmal blühte die Wüste!!!

Ein Teppich vorallem gelber Blumen (Yellow Devils) überzog den Sand.

 

Bei der Ausfahrt vom Nationalpark waren dann die Wassermassen fast unpassierbar. 

Das sonst immer trockene Flussbett des Nossob führte soviel Wasser, dass die Straße überflutet war und wir die Amphibienqualitäten unseres Golfs testen mussten.

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Stand: 03. Jänner 2001