Am Kap
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Kapstadt und Umgebung
Kapstadt

Von Hermanus war es nur mehr ein Rutscherl bis Capetown. Nur am ersten Abend konnten wir dort das berühmte Tablecloth bewundern, eine Wolke, die sich richtig am Tafelberg festsetzt. 

Leider ging zur selben Zeit in Campsbay, einem noblen Vorort, eine Bombe in einer Pizzaria hoch und versetzte CT während unseres 2wöchigen Aufenthalts in Angst und Schrecken. Die gesträubten Nackenhaare konnten wir deshalb in dieser herrlichen Stadt nie ganz ablegen.

Am alten Hafen haben die Stadtplaner wirklich ganze Arbeit geleistet. 

Wo einst nur zwielichtiges Hafenleben herrschte gehen heute ganz Kapstadt und immer mehr Touristen flanieren: Es gibt jede Menge Restaurants, Bars, Geschäfte, ein riesiges Einkaufszentrum, das modernste Aquarium der Welt und trotz allem handelt es sich dabei noch um einen funktionierenden Hafen, was den Reiz des Besuches noch mehr erhöht. Selbst Robben tummeln sich im Hafenbecken.

 

Bei Simonstown in der False Bay ist eine Kolonie Brillenpinquine angesiedelt, die Tiere leben in friedlicher Koexistenz mit den dort im warmen Wasser planschenden Menschen.

Und nun das klassische Fotomotiv: Vom Bloubergstrand über die Tablebay nach CT mit seinem einzigartigem Tafelberg.

Der Gipfel rechts heißt "Lionshead"!

 

 

Winelands

 

Die Umgebung von CT ist schon seit Generationen berühmt für seinen Weinanbau. Orte, wie Stellenbosch, Paarl oder Franshoek lohnen einen Besuch. 

Alle Weingüter im Kapholländischen Baustil stehen Besuchern zur Weinverkostung offen. Oft ist ein Restaurant angeschlossen oder es gibt die besonders stilvolle Möglichkeit, einen wohlgefüllten Picknick-Korb zu erstehen und am Rasen unter hohen Bäumen zu tafeln.

Wir genehmigten uns des öfteren einen guten Schluck Rotwein, der, vor allem in den höheren Preisklassen, besonders schwer, vollmundig und mit wenig Säure ausgebaut wird. Der billige Massenwein, läßt den, von Frankreich verwöhnten, Europäer allerdings eher erschauern.

 

Tafelberg

Natürlich wollten wir auch auf den spektakulären Tafelberg. Zwar nur 1000 m hoch wirkt er doch sehr imposant, weil er direkt vom Meer aufsteigt. Auf den schiffsbugähnlichen Aussichtsterrassen kann man so etwas wie das Titanic-feeling genießen, weil der warme Aufwind von der Stadt ein Gefühl des Schwebens vermittelt.

 

Die Aussicht ist einfach gesagt überwältigend, besonders bei klarem Wetter. 

Der ganze City-bowl liegt vor einem und am Hafen sieht man die neue, schicke Vergnügungsmeile Kapstadts – die Victoria&Alfred Waterfront.

 

Kap der Guten Hoffnung

Doch nun zurück in die Wildnis, wir waren da im Naturreservat am Kap der guten Hoffnung und mußten es einfach riskieren, den Fynbos, eine Art Macchie, zu durchqueren. Grund für das Abenteuer waren die von uns seit dem Krügerpark vergeblich "gejagten" Elandantilopen. 

Sie Sind die größte Antilopenart überhaupt, Bulllen erreichen bis zu 900Kg. Die massig wirkenden Tiere sind im Lauf aber äußerst graziös und können aus dem Stand 2 Meter hohe Zäune überspringen.

Wir hatten für das Kap einen wolkenverhangenen Tag erwischt, der die Buchten mit einem fast mystischem Schleier überzog. Kurioserweise ist das Kap der guten Hoffnung gar nicht der südlichste Punkt Afrikas: Das Kap Aghulas, etwa 200 KM östlich ist dem Südpol noch näher, aber das interessiert angesichts der Schönheit des Kaps der guten Hoffnung eigentlich niemand.

 

Kapflora

Jetzt folgen ein paar Bemerkungen zur einzigartigen Flora in der Kapregion. 

Die Blütenpracht am Kap ist nicht nur überwältigend schön, sondern sie stellt auch ein geschlossenes Florenreich dar: Die Flora capensis ist eines der sieben Pflanzenreiche unserer Erde, zwar das kleinste aber mit der dichtesten Artenvielfalt überhaupt. Es läßt mit 1200 Arten pro ha sogar den Südamerikanischen Regenwald mit 400 weit zurück.

Die vorherrschende Vegetation ist der Fynbos mit ca. 8000 Pflanzenarten. Manche Arten der dominierenden Pflanzenfamilien – Protea, Erica und Riedgras – gedeihen nur auf winzigen Flecken dieser Gegend.

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