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Geld, Dokumente & Gesundheit
Geld für unterwegs

 

Geld kann man nie zu viel besitzen, aber auf Reisen sollte man nie zu viel Barschaft mit sich führen. Wir haben mit den Kreditkarten recht gute Erfahrungen gemacht, nur einmal wurde uns ein Betrag doppelt abgebucht, was aber umgehend, nach unserer Intervention, rückgängig gemacht wurde.

Es ist äußerst vorteilhaft, einen guten Kontakt zum eigenen Bankbetreuer zu pflegen: Wir ließen die Mastercard-Abrechnungen zu ihm senden und er hatte gleichzeitig die Vollmacht, unsere Konten abzustimmen.  Regelmäßig hatten wir per E-Mail Kontakt und konnten so etwaige Unregelmäßigkeiten schnell feststellen.

Bargeld hatten wir immer so wenig wie möglich bei uns, doch waren wir immer bemüht einen "Sack" Kleingeld mitzuführen, damit kleine Dienste und Betteleien beglichen werden konnten. Außerdem ist es ratsam im Falle eines Überfalls wenigstens etwas Geld bei sich zu tragen, damit der Räuber befriedigt von dannen zieht. (Ist uns glücklicherweise nie passiert)

Außer den Mastercards führten wir auch Travellercheques in Euro mit, die sich allerdings des öfteren als nicht einwechselbar erwiesen, weil die Leute in den Banken die neue Euro-Währung noch nicht kannten. Der Vorteil der Travellercheques ist ja, dass man im Falle des Verlusts oder Diebstahl die Schecks umgehend ersetzt bekommt. Man muss sich aber genau aufschreiben, welche Nummern man beim Kauf erhalten hat und welche Nummern man bereits eingetauscht hat. Und diese Aufstellung sollte wie die Kaufabrechnung keinesfalls verloren gehen! Insgesamt war es mit den Schecks schon recht umständlich, weil wir ständig ein Versteck für diese brauchten (oder wollten) bzw. sie am Körper in einem Geldgürtel herumtrugen.

 

Laufende Zahlungen zu Hause
Als günstig erwies sich, eine Liste mit den laufenden Zahlungsverpflichtungen in der Heimat aufzustellen. Die meisten Zahlungen ließen sich in Form eines Dauerauftrages abwickeln, aber für gewisse Sachen benötigt man eine Vertrauensperson, der man das Geld dafür überlässt und die die Zahlung dann durchführt.

 

Kopieren, kopieren ...
Ganz wichtig erschien uns, Kopien von allen relevanten Dokumenten anzufertigen, und zwar in mehrfacher Ausgabe. Einen Teil der Kopien ließen wir zu Hause in Österreich, damit wir im Falle des Totalverlusts wenigstens dort anrufen hätten können.

Kopiert haben wir:

bulletDie Reisepässe, auch die Seite mit dem Visum! (Meist ließen wir die Original-Dokumente im Hotelsafe liegen und gingen mit den Kopien umher)
bulletDie Flugtickets
bulletDie Kaufabrechnungen der Travellercheques

 

Gesundheit und Impfungen
Über alle Länder, die wir bereisten haben wir uns umfangreich vor allem über das Internet informiert (Siehe "Links"). Danach haben wir uns eine kleine Reiseapotheke zusammengestellt.

Bei den Impfungen haben wir den Weg der Mitte beschritten. Manche Quellen hatten unserer Meinung nach mit der Anzahl der Impfungen etwas übertrieben. ZB wurde uns für Indien eine Tollwutimpfung empfohlen, weil dort "Rabies" eine nicht seltene Todesursache darstellt.

Folgende Impfungen ließen wir uns verabreichen:

bulletAuffrischungen: Tetanus, Polio, Diphterie
bulletHepatitis A  (die Hepatitis B wird wie Aids übertagen)
bulletMalaria Prophylaxe für Südafrika

Was die Gesundheitsvorsorge betrifft, sind für Südafrika und Indien völlig unterschiedliche Vorkehrungen zu treffen:

In Südafrika herrschen Hygieneverhältnisse (zumindest für weiße Touristen), die europäischen Standards entsprechen. Lediglich das Malariaproblem in den östlichen Landesteilen (Krügerpark) bedarf entsprechender Beachtung. Anfangs hatten wir auch große Angst vor giftigen Schlangenbissen, aber die erwiesen sich nicht wirklich als Gefahr für Touristen.

Indien hat zT schreckliche hygienische Bedingungen: Wasser ist nur aus original verschlossenen Flaschen trinkbar (bzw gibt es in manchen Häusern spezielle Wasserfilteranlagen). Im Restaurant sollte man Rohkost (Salate, Früchte) unbedingt vermeiden! Es sind derartig viel Keime in der Luft, dass alles ungekochte für den berüchtigten "Dehli Belly" sorgen kann. Man kann sich allerdings Obst und Gemüse selbst entkeimen, indem man das Mittel "Chlorix" verwendet. Nur in der portugiesischen Exkolonie Goa sind die hygienischen Verhältnisse besser.

In Indien sind weiters die Insekten eine Gesundheitsbedrohung: Malaria  und andere lästige Infektionserkrankungen kann man sich zur Regenzeit holen. Deshalb gibt es den klugen, aber undurchführbaren Ratschlag, sich erst gar nicht stechen zu lassen! Aber  Moskitonetz, Insektenstift für die Haut und "Gelsenstecker" sind ein absolutes Muss!

 

Versicherung
Michael hatte mit seiner "Sabbatical"-Regelung sowieso kein Problem, weil er ja nicht karenziert sondern weiter bei seinem Dienstgeber angestellt war. (4 Jahre lang auf 3/4 reduzierte Bezüge, davon 1 Jahr freigestellt) Gerti konnte sich als Ehefrau bei Michael (damals noch kostenlos) mitversichern.

Außerdem bot die Mastercard für die ersten 90 Tage der Reise eine zusätzliche Unfallversicherung.

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Stand: 14.02.2007